Eine gute Bildung ist die Grundlage für den wirtschaftliche und gesellschaftlichen Aufstieg. 

Aus diesem Grund haben wir entschieden unseren Focus zunächst auf die Bildungsarbeit zu richten und weiter zu verstärken – auch im Hinblick auf das Erfordernis qualifizierter Arbeitskräfte für unsere geplante Manufaktur für Mango und Cashew.

Darum haben wir ab Februar 2019 nachmittags für 45 Schüler eine Nachhilfe angeboten und schnell erkannt, dass daraus etwas größeres werden muss.

Anfang Juni 2019 haben wir dann damit begonnen in der Stadt Kindia eine Schule zu gründen. Dank einiger Sponsoren ist es uns gelungen eine Schule im Rohbau zur Miete zu übernehmen und diese innerhalb von nur 3 Monaten mit gerade einmal 9.000 Euro fertig zu stellen. Mit weiteren 2.900 Euro konnten die erforderlichen Bücher beschafft werden.

Am 03. Oktober 2019 startete der Schulbetrieb mit 250 Kinder. Aufgrund der enormen Nachfrage nach Schulplätzen mussten wir unsere Platzreserve bereits nach 4 Wochen aufgeben um provisorisch 2 weitere Klassen in der Vorschule anbieten zu können. Damit waren es dann schon 362 Kinder.

Im aktuellen Schuljahr 2020/2021 unterrichten wir auf kleinstem Raum 445 Kinder (3 Vorschulklassen und Klasse 1-5). Da wir im kommenden Schuljahr weiterwachsen werden, haben wir im Herbst 2020 ein gegenüberliegendes Grundstück mit 2.000 m2 gekauft.

Ein befreundeter Architekt übernahm die Bauplanung und mit privaten Darlehen werden wir Ende Februar 2021 beginnen unsere eigene Schule zu bauen. Diese wird im August 2021 fertig sein. Insgesamt bieten wir dann 720 Kinder einen Schulplatz in einer der besten Schulen der Stadt (3 Vorschulklassen sowie mehrzügig von der Klasse 1 bis 6).

UNSERE PRIVATSCHULE „SELMA“ IN KINDIA

Unsere Schule ist die erste Privatschule mit einem deutschen Bezug und die erste Schule die am Nachmittag ein betreutes Lernen anbietet. Dies ist ein besonders wichtiges Angebot, da die Eltern oft nicht in der Lage sind mit ihren Kindern zu lernen, weil sie arbeiten müssen oder selbst keine Schule besuchen konnten.

Eine weitere Besonderheit unserer Schule ist, dass es bei uns „Schülerpatenschaften“ gibt. Damit übernimmt ein Pate/eine Patin aus Deutschland mit 50 Euro das Schulgeld für ein Schuljahr. Das entlastet die Familie, garantiert dem Kind eine gute Schulbildung und schafft Freundschaften über Kontinente hinweg.

Wie jede Privatschule des Landes sollte auch diese einen Namen erhalten. Auf Wunsch meines Sohnes Jakob haben wir die Schule auf den Namen „SELMA“ getauft – aus Dankbarkeit und Wertschätzung seiner geliebten Großmutter.

Heute steht der Name SELMA für eine der besten Schulen in der Region und gilt als Privileg dort Schüler zu sein.

In den nächsten Jahren wollen wir das Schulangebot bis zur Klasse 13 weiter ausbauen und führen auch schon erste Gespräche zur Gründung einer privaten deutschen Universität mit den Fachbereichen Umwelttechnik, Informatik und Wirtschaft.